Logistik – viel mehr als nur Gütertransport

9. AUGUST 2022

Nachdem er in den Spitälern Lachen und Glarus jahrelang auf der Kundenseite war, hat Alessandro Saiani, Logistikleiter, im Mai 2022 die Seite gewechselt und ist als Logistikleiter bei Promedical AG eingestiegen. Für ihn bedeutet dies momentan viel PC-Arbeit, viel mit dem Team zusammenkommen und die Dinge vor Ort, sprich im Lager, unter die Lupe zu nehmen. Alessandros Aufgaben bestehen einerseits darin, Prozesse zu optimieren, sie zu verschmälern und effizienter zu machen, andererseits wartet das Daily Business. «Das ist sehr spannend! Ich habe so viele verschiedene Aufgaben. Aber genau das liebe ich. Ich bin gerne stets gut ausgelastet und brauche Herausforderungen, an denen ich wachsen kann und möchte ständig Neues dazulernen.»

Total digital

Im Rahmen dieser Änderungen im Unternehmen ist auch die Digitalisierung ein grosses Thema. Für den Computer-Fan Alessandro ist eh alles noch entschieden zu papierlastig. Aber da ist er guter Dinge: «Wir sind dran.» Gewisse Abläufe würden auf dem Papierweg zu viel Zeit beanspruchen. Zudem sei dadurch die Gefahr von Verlust – also von Wissen, das nur in den Köpfen der Mitarbeitenden existiere – viel zu gross. Daher sei es wichtig, alles schriftlich festzuhalten und neu zu strukturieren. «Nur, weil etwas anders werden soll, bedeutet das nicht, dass vorher alles schlecht war», betont er.

«Wir schleifen und feilen an den Schnittstellen der verschiedenen Bereiche, damit die Prozesse insgesamt einfacher werden. Es funktioniert schon richtig gut», freut sich der Logistikfachmann, der bald auf 20 Jahre Erfahrung in Sachen Sterilität und ein Jahrzehnt Know-how in Sachen Logistik aufweisen kann.

Kühllastwagen für Medizinprodukte

Ist ihre Bestellung bei Promedical eingegangen, müssen die Kunden nicht lange auf ihre Produkte warten. Der Spediteur holt die vorbereitete Bestellung in Glarus ab, rüstet alles in seinem Warenlager, bereitet die Lieferung vor und macht anschliessend seine Tourenplanung. Für die Promedical-Lieferungen werden nicht herkömmliche LKWs verwendet, sondern kühlbare Lebensmittel-Lastwagen. Sie sind in der Lage, während des ganzen Transports eine bestimmte Temperaturen zu halten. «Wir arbeiten mit Medizinprodukten. Wegen der Sterilität darf sowohl bei Lagerung als auch beim Transport eine gewisse Temperaturgrenzen nicht unter- oder überschritten werden. Sind zusätzlich Medikamente in den Sets, gelten nochmals andere Vorschriften. Auch sollten Medizinprodukte nicht zusammen mit anderen Waren transportiert werden, wegen der Kontamination», erklärt Alessandro.

Es muss reibungslos funktionieren

Viele Leute würden gar nicht realisieren, dass sie im Alltag andauernd mit Logistik zu tun hätten, sei es beim Einkaufen von Lebensmitteln, bei Onlinebestellungen, in die Ferien, z. B. auf Kreuzfahrten oder am Flughafen. Man erwartet einfach, dass alles vorhanden ist und reibungslos läuft. Nach zwei herausfordernden Jahren sei der globale Warenfluss nun wieder merklich besser. Es habe Stau gegeben durch Corona, Stromausfälle in China sowie den Unfall im Suez-Kanal, erklärt Alessandro. «Das alles hatte und hat extrem Einfluss auf unsere Logistik. Produktion, Einkauf und Verkauf müssen Hand in Hand gehen und harmonieren, damit alles flüssig läuft

Standort Glarus: top

«Ich bin ein Riesenfan des Standorts Glarus», betont Alessandro. «Sicher, es dürfte etwas mehr Strassen geben. Denn wenn es mal staut im Glarnerland, dann hockt man einfach drin», lacht er. «Aber hier gehst du durch die Tür des Betriebs nach draussen und siehst ein Reh auf der Strasse. Gleich neben dem Lagerhaus weiden Kühe – und dann dieses Bergpanorama, ein Traum. Hier hat man seine Ruhe.» Alles andere ist immer irgendwie lösbar, sei es mit einem zuverlässigen Spediteur oder dank Alessandros jahrelanger Erfahrung und neuer Lösungsansätze.

Apropos Ruhe: Die geniesst Alessandro am liebsten unter Wasser. «Da kann ich komplett abschalten, es ist einerseits wunderbar ruhig und andererseits sehr spannend, die Unterwasserwelt zu erkunden. Man kann abschalten, der Kopf ist in einer völlig anderen Sphäre.» Ist er nicht am Tauchen, dann legt sich Alessandro am liebsten mit dem Motorrad in die Kurven, geniesst den Fahrtwind und seinen Feierabend.

Swissness – Heimvorteil

Sämtliche Promedical-Produkte werden in Glarus gerüstet. Zwei Aussenlager beliefern das Hauptlager, wo die Sets assembliert werden. «Wir sind ein Schweizer Unternehmen. Wir produzieren Sets in der Schweiz und wir versenden auch alles vom Standort Schweiz aus. Unser Anspruch von Swissness pur spiegelt sich daher auch in einem qualitativ hochstehenden Produkt wider», hält Alessandro fest und wendet sich erneut einem Prozess zu, den es zu optimieren gilt.