Mit Vision und Passion

20. DEZEMBER 2022

Seit November 2021 ist die Glarner Firma Promedical AG in neuen Händen. Andreas Gisler ist einer der führenden Köpfe von Promedical und seit Mitte 2022 als CEO an vorderster Front operativ tätig. Und er weiss beileibe, was er tut: Gut fünfzehn Jahre lang arbeitete er für die IVF Hartmann Gruppe – ein Unternehmen, das stark ist im Bereich der medizinischen Verbrauchsgüter. Von 2006 bis 2016 war er CEO, ehe er sich dann für einige Jahre anderen Branchen und Geschäftsfeldern zuwandte. Doch: «Der Markt der medizinischen Verbrauchsgüter fasziniert mich und hat mich all die Jahre nie losgelassen.»

Grosse Chance

Auf das Unternehmen Promedical wurde Andreas Gisler aufmerksam, als sich dieses stark mit der Nachfolgeregelung beschäftigte. Schnell war für ihn klar, wie sein weiterer Weg aussehen sollte – und kaufte, zusammen mit weiteren Aktionären, das Unternehmen auf. «Ich trug jahrelang eine Vision in mir. Ich wollte schweizweit führender Anbieter von OP-Sets im Spital werden.» Die Promedical AG hat genau das Potential dazu.

Gisler präzisiert: «Meine Vision ist gleichzeitig auch meine Passion. Dieser Markt und seine Dynamik interessieren mich sehr. Einerseits wächst er stetig. Andererseits auch macht das, was wir hier tun, so viel Sinn. Wir sind in der Lage, unseren Kunden verschiedene Lösungen anzubieten, die ihren Alltag im Operationssaal, in der Praxis und auf Station sowie den Pflegeauftrag erleichtern. Durch unsere Leistung und unser Mitdenken können im Spital diverse Prozesse massgeblich vereinfacht werden.» Dies treibe ihn jeden Tag an. Weil er, wie er weiter ausführt, Produkte sehe, mit denen man wichtige Aufgabe erfüllen könne und weil er Menschen nach Glarus geholt habe, mit denen er schon lange zusammenarbeite und wisse, dass auch sie mit Leidenschaft ihre jeweiligen Aufgaben umsetzen würden.

Swissness als Stärke

Promedical assembliert und sterilisiert sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Sets samt und sonders in der Schweiz. «Wir sind die einzigen, die das so handhaben – das ist unser USP. Daher können wir schneller auf die Bedürfnisse von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Spitex-Organisationen oder Ärzten und Fachhandel reagieren als unser Umfeld. Swissness pur ist unsere grosse Stärke und hebt uns von der Konkurrenz ab». Weil Promedical sämtliche Sets in der Schweiz herstellt und für den sterilen Einsatz vorbereitet, ist das Unternehmen ungemein flexibel, auch ist die Verfügbarkeit der Produkte denkbar hoch. Für Gisler ein sehr wichtiger Faktor: «Wären unsere Produkte nicht verfügbar, könnten wir nicht liefern und der Kunde kann nicht operieren.»

Etwas tun

Andy Gisler ist ein Macher. «Ich muss einfach etwas auf die Beine stellen – sowohl beruflich als auch privat.» Er ist leidenschaftlicher Radfahrer, fährt «recht intensiv». Im Klartext heisst das, er hat bereits fünf Mal die Tortour absolviert, dieses mehrtägige Nonstop-Radrennen über gut 1’000 Kilometer quer durch die Schweiz.
Mit Promedical betritt er nun beruflich Neuland: Er ist nicht mehr angestellt. «Dieses Unternehmen gehört zu einem Teil mir und ich arbeite nicht mehr für irgendjemanden, sondern für mich.»

Einblick und Ausblick

Nach fast 25 Jahren unter demselben Patronat hat Promedical seit November 2021 eine neue Eigentümerschaft. Andreas Gisler fasst zusammen, welche grossen Themen im Fokus stehen. «Als erste grosse Highlights darf neben der Rekrutierung von neuen Fachkräften sicher der Bau des topmodernen Hochregallagers genannt werden.» Zudem ist 2023 ein Ausbau der bereits vorhandenen Sterilisationskapazitäten geplant.

«Aktuell sind wir daran, die Prozesse zu untersuchen, neu zu definieren, teilweise zu verschlanken und zu digitalisieren. Eines möchte ich betonen: Wir haben eine gute Idee und eine sinnvolle Vision. Auch haben wir haben die entsprechenden Leute an Bord, die fähig sind, alles entsprechend umzusetzen.» Und – fügt noch an: «Ich sehe so viel Potential und glaube voll an diese Firma.»